18.3.2010 -ki - In kaum einem anderen Land der Welt
finden sich so viele Thermal- und Heilquellen auf solch kleinem Raum:
Rund 80 Prozent Ungarns sind bzw. bestehen quasi aus Thermalwasser!
Damit gehört die Magyaren-Republik weltweit zu den Top Five der
Thermaldestinationen. Kein Wunder: Immer mehr ausländische Gäste reisen
gezielt wegen der rund 1.300 heißen Quellen hierher, etwa nach Budapest,
in den Osten des Landes oder in die Traditionsbäder Westtransdanubiens.
In den letzten Jahren hat sich überall viel getan. Einige ambitionierte
Investitionsprojekte für Renovierungs- wie Erweiterungsmaßnahmen wurden
konsequent weiterverfolgt – trotz der Wirtschaftskrise, die
unbestritten auch Ungarn schwer getroffen hat. Doch die
Magyaren-Republik weiß um ihre Ressourcen und die Investoren, unter
ihnen die Europäische Union, um deren Potenzial. Dass in den letzten
Jahren immer mehr Hotels, vor allem in der gehobenen Kategorie, in Bad
Budapest ihre hoteleigenen Spa-Angebote ausgebaut haben, ist kein
Geheimnis. Kein Wunder, allein in der Bäderstadt, also solche anerkannt
seit 1934, sprudeln aus über 120 Quellen und Brunnen täglich bis zu 70
Millionen Liter Thermalwasser. Doch über dieses konzentrierte Angebot
allein in der Donau-Metropole hinaus haben auch die anderen Regionen der
Magyaren-Republik ihre Bäder und Hotels kräftig entstaubt und ins 21.
Jahrhundert geführt.
Gern genommenes Prestige-Objekt ist hier die jetzt abgeschlossene
Komplettsanierung der Badeanlagen am und auf dem Hévízer Thermalsee, dem
Flaggschiff in Ungarns Angebotspalette. Wie einst zu Kaisers Zeiten
erstrahlen die seit 2005 renovierten Badehäuser jetzt nicht nur wieder
in leuchtendem Weiß, sondern auch mit modernstem Innenleben wie neuen
Zugängen zum See oder Behandlungsräumen. Allein hier wurden bislang drei
Milliarden Forint (rund elf Millionen Euro) investiert.
Noch gar
nicht lange abgeschlossen ist die Renovierung eines alten türkischen
Bades in Budapest – für 400 Millionen Forint (über 1,6 Millionen Euro)
wurde das Rudas-Bad modernisiert und ist inzwischen stilvoll
zurückgekehrt, unter anderem als Gastgeber der illustren Cinetrips
(www.cinetrip.hu).
Daneben macht schon eine Weile ein anderes
türkisches Dampfbad von sich reden, das seit längerem geschlossen ist:
das Rácz Bad nahe der Elisabethbrücke. Nachdem die italienische
Baglioni-Gruppe im letzten Herbst das sprichwörtliche Handtuch geworfen
hat, wird derzeit noch nach einem neuen renommierten Betreiber für das
neue Rácz Hotel & Thermal Spa gesucht, das schon jetzt zu den
Leading Small Hotels of the World gehört. Im Sommer 2010 soll es nun
verspätet seine Pforten öffnen. Dann soll das Fünf-Sterne-Boutiquehotel
67 hochwertig ausgestattete Zimmer und Suiten anbieten können – und das
aus dem 16. Jahrhundert stammende historische türkische Bad sanierter
Bestandteil eines 8.000 Quadratmeter großen Thermal und Day Spas sein.
Erste Eindrücke unter www.raczhotel.com.
Doch auch „auf dem
Land“ passiert so einiges – unter anderem in den Häusern der Hunguest
Hotels, die allein im letzten Jahr 13 Milliarden Forint (über 47
Millionen Euro) in sechs Projekte investiert hat, wobei drei Hotels
sogar in die nächst höhere Sterne-Klassifizierung überführt werden
konnten. Es ist das größte Entwicklungsprogramm in der Geschichte der
ungarischen Hotelgruppe. Ein Hotel profitiert dabei auch signifikant vom
Ausbau des angrenzenden Thermalbads: Seit Herbst 2008 hatten die
Handwerker das Sagen, nun sind die umfassenden Umbauarbeiten
abgeschlossen und im Hunguest Hotel Forrás
(www.hotelforras.hunguesthotels.hu) im südungarischen Szeged regiert
seit Februar 2010 wieder der Hotelgast. Ihn erwarten nun 194 Hotelzimmer
und vielfältige Dienstleistungen der Vier-Sterne-Kategorie, dazu aber
auch Luxus-Suiten mit Fünf-Sterne-Anspruch. Über einen direkten
Wandelgang gelangen die Hotelgäste nun in die in der direkten
Nachbarschaft entstandene neue Badeanlage „Aquapolis“, wo allein rund
sechs Milliarden Forint (etwa 22 Millionen Forint) investiert wurden.
Ausgelegt auf bis zu 3.000 Besucher stehen dort 4.400 Quadratmeter
Wasserfläche zur Verfügung. Der Komplex vereint dabei Angebote für
Wellness, Entspannung und Regeneration bis hin zu aktive Erholung – aus
Europas längster ganzjährig geöffneter Wasserrutsche (27 Meter).
Viel
tat und tut sich auch in Nordungarn. Im Herbst vergangenen Jahres
abgeschlossen wurden die Umbau- und Renovierungsarbeiten der türkischen
Bades in Eger (www.egertermal.hu), dessen radioaktive lauwarme Quellen
zwar 1448 schon urkundlich erwähnt wurden, aber erst unter der
Türkenherrschaft im 17. Jahrhundert blühte die Badekultur hier so
richtig auf. Aus dieser Zeit stammen auch die nun genutzten ältesten
Teile des heutigen Badekomplexes. Im neuzeitlichen Erlebnisbadbereich
dominiert dagegen der Schwimmsport, was auch die Namen der Hallen
dokumentieren, die an ungarische Schwimmgrößen und Medaillen-Sammler des
frühen 20. Jahrhunderts erinnern. Im Frühjahr 2010 sollen ergänzend
noch Rutschen und Babybecken eröffnet werden, im Herbst dieses Jahres
dann noch zwei überdachte weitere Heilbecken. Dann sollen auch alle
Bereiche bis hin zum türkischen Bad als einstige „Keimzelle“ über einen
Korridor miteinander verbunden sein.
Das nur sechs Kilometer
entfernte Egerszalók (www.egerszalok.eu) ist berühmt für seinen
Salzhügel – und in Europa in dieser Art wohl einmalig. Es erinnert ein
wenig an die Salzterrassen im türkischen Pamukkale. Seit 2003 wird das
Bad professionell ausgebaut und vermarktet, die Besucherzahlen wachsen
seither beständig. Bislang fehlte es aber an adäquaten, nahen
Unterkünften: Neu entstanden ist nun ein 26 Ferienwohnungen umfassende
Apartment-Anlage sowie ein kleines Drei-Sterne-Superior-Hotel, das
pünktlich zur Sommersaison 2010 komplett fertig gestellt sein soll. Das
zweistöckige Gebäude hat einen direkten Bad-Zugang und wird über Zimmer
in den Kategorien Standard, Superior und Deluxe verfügen. Modernisiert
präsentiert sich auch der über 60 Stellplätze verfügende Thermal Park,
ein Campingplatz unweit des Heilbades. Alle drei Angebote beinhalten im
Übernachtungspreis immer den Zugang zu Heilbad, dessen mineralreiche
Quelle erst 1961 bei Öl- und Gasbohrungen mehr oder weniger zufällig
entdeckt wurde. Seither sorgt das salzige Wasser für ein einzigartiges
Naturschauspiel.
Mehr allgemeine Informationen über Quellen,
Bäder und Thermalhotels in Ungarn auch unter www.ungarn-tourismus.de,
www.heilbaderbudapest.com oder www.kureninungarn.com.
"All inclusive" ist nicht
gleich "Alles drin"
Bunte Bändchen am Handgelenk sind ihr Erkennungszeichen, Kostenkontrolle ist das Ziel. Urlauber lieben All inclusive. Eine Untersuchung von mehr als einer Million Urlaubsbuchungen des Reiseportals HolidayCheck.de ergibt, dass 53 Prozent aller Pauschalreisenden AI buchen, weitere 29 Prozent entscheiden sich für Halbpension. Mehr und mehr Reiseveranstalter erweitern die Bezeichnungen Halbpension, Vollpension und AI mit einem „plus“. Doch was steckt hinter diesen Bezeichnungen? Im Grunde sind mit dem "plus" bei den vermeintlichen Bezeichnungen AI, VP oder HP eine ganze Reihe an Einschränkungen verbunden. HolidayCheck erklärt die gängigsten Varianten.
KURZMELDUNGEN 18.5.2012
2 Neue Hotels in Edinburgh Seit August 2011 steht in der schottischen Hauptstadt das 4-Sterne B&B Boutique Hotel Edinburgh (Foto) zur Verfügung. Mit 22 Zimmern liegt das Haus an der Rothesay Terrace nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. www.bb-edinburgh.com. Eröffnet hat jetzt auch am York Place das Indigo-Hotel in Edinburgh. Das historische Haus aus dem 18. Jahrhundert wurde sorgsam renoviert und dabei konnten viele Stilelemente erhalten bleiben. Dennoch sind alle Zimmer mit modernster Technik ausgestattet. www.ichotelsgroup.com.
17.5.2012 Internationales Gambenfestival in den französischen Ardennen Das 6. Internationale Gambenfestival findet vom 29. Juni bis zum 1. Juli in der kleinen Stadt Asfeld in den französischen Ardennen statt. Deutschland steht dieses Jahr thematisch im Vordergrund. Am Samstag, den 30. Juni gibt das Ensemble La Fenice ein großes Konzert „Italienische Maniere“. Die Gambe in Deutschland im 17. und 18. Jahrhundert wird im Konzert „La Nymphe di Rheno“ am Sonntag, den 1. Juli gefeiert. www.violedegambe.org
10.5.2012
Neue Reisemarke für Erlebnisreisen Avastama, die neue Marke des Direktreiseveranstalters Berge & Meer, kommt aus dem Estnischen, bedeutet „Entdecken“ - also Reiseerlebnisse hautnah am Alltagsgeschehen mit tiefen Einblicken in fremde Kulturen und einzigartigen Naturerlebnissen. Die Zielgruppe für Avastama-Kunden sollen "handfest" sein, fahren schon einmal mit dem Motorroller, sind gut zu Fuß, empfinden das Flair schlichter Lodges als Luxus und teilen allesamt das gleiche süße Leid: Fernweh und Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen. www.avastama.de.
Zur Audienz nach Dharamsala Eine neue Reise des Asien-Spezialisten a&e erlebnis:reisenbietet intensive Einblicke in die tibetische Kultur im Norden Indiens. Die kleine Stadt Dharamsala liegt am Fuße des Himalajas im Norden Indiens. Sie gilt als Zentrum Tibets im Exil. Die Rundreise des Hamburger Veranstalters a&e erlebnis:reisen führt in die alte Bergstation im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Als besonderes Highlight des mehrtägigen Aufenthaltes in Dharamsala ist eine Audienz im Tempel des Karmapa geplant. www.ae-erlebnisreisen.de.
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