21.1.2012 -ki - Grün, grüner, Singapur! Die südostasiatische Metropole ist laut der Studie „Asian Green City Index“die grünste Großstadt in ganz Asien. Doch ausruhen will sich Singapur auf diesem Erfolg nicht – denn die „Gartenstadt“soll zur „Stadt im Garten“werden. Dafür investiert Singapur rund eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner botanischen Gärten. Und auch die Architektur des Stadtstaates setzt einen grünen Trend – sie sorgt derzeit weltweit für Aufsehen. Singapur, die Stadt der Superlative, darf sich mit einer weiteren Auszeichnung schmücken: Sie ist die grünste Großstadt Asiens. Für die Studie „Asian Green City Index“wurden insgesamt 22 asiatische Großstädte hinsichtlich ihres Beitrags zum Umweltschutz geprüft. Dazu untersuchte das unabhängige Forschungsinstitut Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Siemens unter anderem die Zielsetzungen und Leistungen der Großstädte beim Umwelt- und Klimaschutz. Singapur schnitt dabei am besten ab. Die Metropole zeichnete sich nicht nur durch ihre hochgesteckten Umweltziele aus, sondern vor allem auch durch ihre effiziente Vorgehensweise, diese Zielsetzungen zu erreichen.
Dennoch denkt in der Löwenstadt niemand daran, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Obwohl bereits rund 47 Prozent der gesamten Landesfläche Singapurs aus Grünflächen besteht, soll der Naturanteil weiter wachsen. Singapurs weltberühmter Botanischer Garten wurde gerade erst erweitert, schon soll ein zweiter hinzukommen: Auf drei Landstreifen, rund um eine künstliche Bucht im Meer angeordnet, entstehen gerade die „Gardens by the Bay“–für knapp eine Milliarde Singapur-Dollar. Mit insgesamt 101 Hektar wird das Projekt zu einem gigantischen Erholungsgebiet und Freizeitpark für Anwohner und Touristen. Allein der eigentliche botanische Garten, „Bay South“, misst 54 Hektar.
Dort soll es auch eine Freiluftbühne geben, mit Platz für 30.000 Menschen. Bis 2013 wird der Stadtstaat mit dem Ausbau des alten Botanischen Gartens rund 1,5 Milliarden Singapur-Dollar allein in seine Grünanlagen investiert haben. Das grüne Image der Metropole kommt also nicht von ungefähr. Neben seinen weitläufigen Grünanlagen, Naturreservaten und rund 300 Parks wirkt Singapur aber selbst im Herzen der Stadt angenehm grün: Jeder Straßenzug und fast jedes Gebäude ist begrünt. Auch im Städtebau zeigt sich hier ein klarer Trend – hin zu mehr Natur.
Daran haben vor allem die Singapurer Stararchitekten von WOHA einen großen Anteil: Ihre wuchernden, zottelig grünen Hochhäuser werden derzeit international gefeiert. Das Architektenduo baut imposante, von Pflanzen bedeckte Öko-Bauten und revolutioniert so die moderne Architektur Asiens. „Warum entwerfen wir nicht ein sich selbst verschattendes Gebäude? Wir sollten es uns als zotteligen Bau vorstellen – nicht als glattes Gebäude“, beschreiben Wong Mun Summ und Richard Hassell ihre Grundidee. Bereits Ende der 90er Jahre begannen sie damit, so eine ganz neue Art von Wohnhochhäusern zu entwickeln.
Natur und Architektur scheinen in ihren Gebäuden nahtlos zu verschmelzen: Ihre wilden Wohnhochhäuser sind nicht nur nach außen hin komplett begrünt und überwuchert, sondern auch im Innern regelrecht ausgefranst. Viele offene Gänge, Terrassen und Gärten durchziehen die Gebäudestruktur und machen sie winddurchlässig – so wird neben einer optimalen Verschattung auch eine natürliche Kühlung erreicht. Damit hat WOHA einen Nerv getroffen – denn anders als in Europa sind die Bewohner im tropisch feuchtwarmen Asien dankbar für jeden Luftzug, der ihre Wohnung etwas abkühlt.
All das unterscheidet die WOHA-Bauten zudem von dem Wohnblocktyp, der sonst das südostasiatische Bild prägt: massiv, undurchlässig gegenüber Wind und künstlich klimatisiert – ganz nach dem Vorbild westlicher Hochhäuser. Das Konzept der Durchlässigkeit und die einmalige Nutzung der Natur hat WOHA in den vergangenen Jahren nicht nur zahlreiche Auszeichnungen und internationale Preise beschert – inzwischen lässt sich sogar die Singapurer Stadtverwaltung von WOHA städtebaulich beraten. Sie hat eine ehrgeizige Vorschrift erlassen: Wird ein neues Hochhaus gebaut, so müssen mindestens 100 Prozent von dessen Grundfläche begrünt sein. Im neuen Hotel- und Büroturm „Oasia“, den WOHA bis 2014 in Downtown Singapur baut, sollen es die Grünflächen sogar auf mehr als 700 Prozent der Grundfläche bringen. WOHA hat viel zu tun: Im nächsten Jahr wird ihr Hotelprojekt, das „Parkroyal on Pickering“, beendet, das bereits jetzt als moderne Version der babylonischen Gärten gehandelt wird.
Bis zum Jahr 2015 soll auch die „Skyville at Dawson“fertig gestellt werden, ein Mammutprojekt des öffentlichen Wohnungsbaus. Aktuell kommt auch Deutschland in den Genuss der grünen Zottelbauten: Wong Mun Summ und Richard Hassell begeistern mit ihrer „atmenden Architektur“Baufachleute und Architekturfans im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Dort zeigt eine große Ausstellung Modelle, Baupläne und Bilder von insgesamt 19 WOHA-Bauprojekten („WOHA. Architektur atmet“, noch bis 29. April 2012).
Über das Singapore Tourism Board Das Singapore Tourism Board (STB) ist zuständig für die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Tourismus, eines der wichtigsten Dienstleistungssektoren Singapurs. Ziel des STB ist es, den Tourismus zu einem der Top-Driver für das Wirtschaftswachstum in Singapur zu machen. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie setzt sich das STB dafür ein, aufregende und innovative Erlebnisse für seine Besucher zu schaffen, die vermitteln, was für ein einzigartiges und fesselndes Reiseziel Singapur ist.
"All inclusive" ist nicht
gleich "Alles drin"
Bunte Bändchen am Handgelenk sind ihr Erkennungszeichen, Kostenkontrolle ist das Ziel. Urlauber lieben All inclusive. Eine Untersuchung von mehr als einer Million Urlaubsbuchungen des Reiseportals HolidayCheck.de ergibt, dass 53 Prozent aller Pauschalreisenden AI buchen, weitere 29 Prozent entscheiden sich für Halbpension. Mehr und mehr Reiseveranstalter erweitern die Bezeichnungen Halbpension, Vollpension und AI mit einem „plus“. Doch was steckt hinter diesen Bezeichnungen? Im Grunde sind mit dem "plus" bei den vermeintlichen Bezeichnungen AI, VP oder HP eine ganze Reihe an Einschränkungen verbunden. HolidayCheck erklärt die gängigsten Varianten.
KURZMELDUNGEN 18.5.2012
2 Neue Hotels in Edinburgh Seit August 2011 steht in der schottischen Hauptstadt das 4-Sterne B&B Boutique Hotel Edinburgh (Foto) zur Verfügung. Mit 22 Zimmern liegt das Haus an der Rothesay Terrace nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. www.bb-edinburgh.com. Eröffnet hat jetzt auch am York Place das Indigo-Hotel in Edinburgh. Das historische Haus aus dem 18. Jahrhundert wurde sorgsam renoviert und dabei konnten viele Stilelemente erhalten bleiben. Dennoch sind alle Zimmer mit modernster Technik ausgestattet. www.ichotelsgroup.com.
17.5.2012 Internationales Gambenfestival in den französischen Ardennen Das 6. Internationale Gambenfestival findet vom 29. Juni bis zum 1. Juli in der kleinen Stadt Asfeld in den französischen Ardennen statt. Deutschland steht dieses Jahr thematisch im Vordergrund. Am Samstag, den 30. Juni gibt das Ensemble La Fenice ein großes Konzert „Italienische Maniere“. Die Gambe in Deutschland im 17. und 18. Jahrhundert wird im Konzert „La Nymphe di Rheno“ am Sonntag, den 1. Juli gefeiert. www.violedegambe.org
10.5.2012
Neue Reisemarke für Erlebnisreisen Avastama, die neue Marke des Direktreiseveranstalters Berge & Meer, kommt aus dem Estnischen, bedeutet „Entdecken“ - also Reiseerlebnisse hautnah am Alltagsgeschehen mit tiefen Einblicken in fremde Kulturen und einzigartigen Naturerlebnissen. Die Zielgruppe für Avastama-Kunden sollen "handfest" sein, fahren schon einmal mit dem Motorroller, sind gut zu Fuß, empfinden das Flair schlichter Lodges als Luxus und teilen allesamt das gleiche süße Leid: Fernweh und Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen. www.avastama.de.
Zur Audienz nach Dharamsala Eine neue Reise des Asien-Spezialisten a&e erlebnis:reisenbietet intensive Einblicke in die tibetische Kultur im Norden Indiens. Die kleine Stadt Dharamsala liegt am Fuße des Himalajas im Norden Indiens. Sie gilt als Zentrum Tibets im Exil. Die Rundreise des Hamburger Veranstalters a&e erlebnis:reisen führt in die alte Bergstation im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. Als besonderes Highlight des mehrtägigen Aufenthaltes in Dharamsala ist eine Audienz im Tempel des Karmapa geplant. www.ae-erlebnisreisen.de.
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